Märchen und Mythen rund um die Schokolade

Schokolade und Mythen
  • Schokoladenkonsum soll eine Ursache für das Auftreten von Akne sein.
    Studien haben jedoch gezeigt, dass entgegen dem weit verbreiteten Glauben kein Zusammenhang existiert. Eine
    Vielzahl von Faktoren (z. B. Hormonhaushalt, sowie gesunde Ernährung und Lebensweise) bestimmen das Hautbild.

 

  • Ein Mythos rankt sich um das Thema, dass Schokolade Rinderblut beigemengt werde.
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht dies auf ein altes italienisches Schokoladensoßengericht zurück, das ursprünglich mit Schweine- oder Rinderblut zubereitet wurde.
    Dieses Rezept wird heute nicht mehr angewendet und ist zudem nach einer EU-Richtlinie verboten. Diese Richtlinie schreibt vor, welche Bestandteile in der Schokolade enthalten sein dürfen.

 

  • Schokolade wird oft als „Trostpflaster“ vernascht, da sie glücklich machen soll.
    Einige Inhaltsstoffe in der Schokolade führen tatsächlich zu einer vermehrten Produktion und Ausschüttung von Neurotransmittern im Gehirn. Dadurch werden Glücksgefühle und Wohlbefinden ausgelöst.
    Der stimmungsaufhellende Effekt von Schokolade ist aber nicht alleine auf die enthaltenen Stoffe zurückzuführen – deren Mengen sind zu gering. Vielmehr spielen wahrscheinlich das wunderbare Aroma, der süße Geschmack und die emotionale Bedeutung, als Belohnung und Trostspender, eine Rolle.

 

  • Schokolade steht im Verdacht Migräne zu verursachen.
    Neuere wissenschaftliche Studien haben jedoch ergeben,
    dass kein Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum
    und Migräne-Attacken besteht.
    Richtig ist jedoch, dass Kakao Histamin, ein biogenes Amin, enthält. Personen mit einer Histamin-Intoleranz können nach
    dem Verzehr von Schokolade tatsächlich Kopfschmerzen oder Migräne bekommen.

 

  • Schokolade soll süchtig machen.
    Obwohl viele wahrscheinlich dieses Argument als Grund für ihren Schokolade-Konsum angeben, stimmt es nicht.
    Schokolade enthält das Cannabinoid Anandamid. Die Substanz kann ähnliche rauschartige Zustände wie Tetrahydrocannabinol (THC) auslösen. Allerdings ist die Konzentration in der Schokolade für einen merklichen Effekt viel zu gering.
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